Emersons Gesamtlösung erhöht Verfügbarkeit und Effizienz
Emerson Process Management hat kürzlich die Installation einer Automatisierungslösung für ein neues, modernes Ladeportal im Chemiekomplex der Shell Pernis in den Niederlanden abgeschlossen. Die Leistung der Emerson-Ausrüstung trägt entscheidend zum Erfolg bei und der Wartungsvertrag mit Vopak, dem Eigner und Betreiber des Portals, enthält eine Pönalklausel für den Fall, dass die Verfügbarkeit unter 99,7 % fällt.
Als Shell plante, eine seiner in die Jahre gekommenen Ladestationen durch ein modernes Ladeportal zu ersetzen, war eines der Ziele, die Abfertigungszeit für die 10.000 Tanklastzüge, die jährlich die Raffinerie verlassen, deutlich zu verringern. Es war daher wichtig, die Beladezeiten auf ein Minimum zu reduzieren, unerwartete Stillstände des Portals zu vermeiden und das System so flexibel zu gestalten, dass auch früher als geplant einlaufende Tankzüge bedient werden können. Shell besitzt eigene Standards für den Umweltschutz und wollte sicherstellen, dass seine neue Ladestation diese durch Absaugung und Rückführung entstehender Dämpfe erfüllt.
Emerson konnte 99,7 % Verfügbarkeit der Einrichtung garantieren, weil das Unternehmen die Wartung im laufenden Betrieb übernahm und die Möglichkeiten der vorausschauenden Online-Diagnose der digitalen PlantWeb® Architektur und der AMS™ Suite: Intelligent Device Manager in Verbindung mit den Feldgeräten in Foundation™ Fieldbus-Technologie nutzte. Für den Automatisierungsteil der Anlage sind weniger als 3 % RAV (Replacement Asset Value – Wert der installierten Geräte und Systeme) geplant, ein Wert, der nahe am Optimum und weit unter dem Mittelwert der Industrie von 6,7 % liegt. Für ein Automatisierungssystem, das eine Verfügbarkeit von 99,7 % garantiert, ist der Wert außerordentlich gut.
Die neue Einrichtung ermöglicht auch, eine höhere Effizienz bei der Beladung der Tanklastzüge zu erreichen; die Ladezeiten wurden um etwa eine Stunde auf weniger als eine Stunde verkürzt. Zu den Verbesserungen gehört eine bessere Planung bei der Vergabe von Andockplätzen, so dass die einlaufenden Fahrzeuge gleichmäßig verteilt und Wartezeiten verkürzt werden. Durch die Positionierung des Portals außerhalb des Shell-Geländes entfallen die manuelle Annahme und Identifizierung der Lastzüge, die frühzeitige Erstellung von Ladeplänen reduziert unproduktive Verzögerungen. Die Flexibilität, die durch die verkürzten Ladezeiten erreicht wird, erlaubt sogar die Vergabe von Andockplätzen an Lastzüge, die früher als geplant eintreffen.
Zum Erreichen von Shells Umweltzielen, dem Verhindern von Dampfemissionen, hat Vopac ein modernes System installiert, das die Gase, die bei der Beladung von Tanklastzügen entstehen, absaugt. Dieses System wird von der digitalen PlantWeb® Anlagenarchitektur gesteuert. Die Gase werden verbrannt und der Generator erzeugt genug elektrische Energie, um das Ladeportal zu betreiben. Die Energieeinsparungen und die höhere Effizienz durch verkürzte Ladezeiten haben die Betriebskosten um 20 % gesenkt.